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Aktuelles aus der Schule - dasKurpfalz

Aktuelles aus der Schule - dasKurpfalz

"dasKurpfalz auf Hawai’i"

Erstellt von OStR Klaus Kreutz | |   Exkursion

Als krönender Abschluss des Seminarkurses USA, besuchten die TeilnehmerInnen vom 1. - 17. Juni 2017 den „Aloha State“ oder auch 50. Staat der USA.

 

Die Anreise erfolgte über San Francisco. Nach einem elfeinhalb stündigen Non-Stop-Flug erfolgte hier die Einreise in die USA. Die Übergangszeit von vier Stunden bis zum Weiterflug nach Kahului (Maui) war auch nötig, denn Pass- und Sicherheitskontrollen rafften die Zeit dahin.

 

 Da die Infrastruktur soweit fortgeschritten ist, konnten wir beide Vulkane umrunden und vom Haleakala (3.055 m) den Sonnenuntergang erleben.

 Interessanterweise viel auf, dass Hawai’i verstärkt auf erneuerbare Energien setzt. Photovoltaikmodule und Windräder habe sich in den letzten zehn Jahren stark vermehrt. Und zum ersten Mal haben wir Elektroautos auf Hawai’i fahren sehen - und dies gleich in großer Anzahl. Dass auch diese Entwicklung gefördert wird, bezeugen kostenfreie Aufladestationen auf den Parkplätzen der Malls. Wenn die Elektromobilität wirklich vorangetrieben werden soll, dann gibt es einfache Umsetzungsmöglichkeiten. In Deutschland wird viel geredet, aber hat der Staat, die Industrie wirklich Interesse daran? Manchmal kommen Zweifel auf.

 Maui ist nicht nur bekannt für die besten Surfspots der Welt, Maui ist auch Ruhestätte des ersten Menschen, der den Atlantik vom 20. auf den 21. Mai 1927 im Alleinflug überwunden hat - Charles Lindbergh. Maui war sein „Paradies auf Erden“.

 Natürlich blieb für die Schülerinnen und Schüler des Seminarkurses auch Zeit für diverse Freizeitaktivitäten. Und was würde sich besser auf Hawai’i anbieten als Surfen und Baden. Das Wasser war ideal. Temperaturen um die 30 °C luden zum Verweilen ein. Und der Wellengang war gerade so stark, dass keine Gefahren bestanden und das Surfen auch ohne Brett ermöglichten.

 Nach einer Woche flogen wir dann auf die zweite Insel - Big Island - nach Kona. Das ist der Ort, in dem jährlich im Oktober die Weltmeisterschaften im Triathlon stattfinden. Und unser Hotel lag direkt an der Start- und Ziellinie.

Big Island, der Name sagt es schon, ist die größte aller 132 Inseln. Sie ist doppelt so groß wie alle anderen Inseln zusammen. Dies ist auch nicht verwunderlich, denn sie ist die geologisch jüngste. Und so blieb noch nicht genügend Zeit, diese abzutragen. Dass sie die jüngste ist, ist nicht ganz korrekt. Sie ist die jüngste, die oberhalb des Meeresspiegels liegt. Genauer gesagt ist „Lo’ihi“ der jüngste Spross der Familie. Forscher erwarten ein Auftauchen in 10.000 bis 100.000 Jahren. Noch liegt er knapp 1.000 m unter der Meeresoberfläche. Und somit handelt es sich bei Lo’ihi um einen submarinen Vulkan.

 Big Island ist bekannt für seinen seit 1983 ununterbrochenen Lavafluss des Kilauea Vulkans. Aus dem Schlot des Pu’u O’o ergießt sich aus sehr großer Tiefe gefördertes Magma, dass mit Temperaturen bis 1.300 °C die Erdoberfläche erreicht. Weil diese Magma sehr SiO2 arm ist, ist sie sehr dünnflüssig und bildet die bekannte „Strick- oder Pahoehoe Lava“. Von der Ostseite des Kilauea’s in Kalapana konnten wir das Schauspiel aus einiger Distanz live erleben. Lava ergoss sich ins Meer und bildete riesige Dampfwolken, die schon von Weitem auffielen. 

 Ein anderes Highlight war die „Erklimmung" des höchsten Berges der Erde, wenn man diesen von seiner Basis aus misst. Der Mauna Kea - „Weißer Berg“ - ragt zwar „nur“ 4.205 m aus dem Ozean heraus, doch setzt er sich unterhalb des Meeresspiegels noch über 6.000 m fort. Somit hat er eine Höhe von über 10.000 m. Die klare Luft hier oben machen sich viele Astronomen zu nutzte. Zahlreiche Observatorien von diversen Organisationen und Institutionen sind hier errichtet worden. Erstaunlich ist, dass der Gipfel mit dem Auto in ca. zwei bis drei Stunden erreichbar ist und dass diese Höhendifferenz größer ist, als die Differenz bei der Besteigung des Mount Everest’s. 

 

Eine weitere Besonderheit der Insel sind die Strände. Big Island ist die einzige Insel, auf der zugleich weiße, schwarze und grüne Sandstrände vorkommen. Weiß stammt von den Korallen, schwarz von der Lava und grün von Olivin. Olivine sind die häufigsten Silikate und gesteinsbildenden Minerale. Sie bilden den Hauptbestandteil des oberen Erdmantels und kristallisieren bei der Gesteinsschmelze früh aus. Deshalb sammeln sich diese im unteren Teil der Schmelze und kommen daher aus sehr großer Tiefe an die Erdoberfläche. 

Der „Green Sand Beach“ ist vom südlichsten Punkt der Insel, und damit der USA, ca. vier Kilometer in östlicher Richtung entfernt. Die Wanderung dorthin dauert eine gute Stunde. Kein Schatten ist vorhanden, weshalb man viel Wasser mitnehmen sollte. Bequemer geht es mit einem Shuttle, der am Südpunkt für US$ 15 pro Person angeboten wird. Eine gute Einnahmequelle für die Lokals, die zwar illegal ist, aber keinen kümmert. Diese haben auch für eine immense Erosion der Landoberfläche gesorgt. Einen Schock für jeden Naturfreund.

Viel mussten wir fahren, um die Insel zu umrunden und zu durchqueren. Aber am Ende haben wir einen guten Überblick über die verschiedenen Seiten Big Island’s bekommen.

 Der Rückweg nach Hause erfolgte über Los Angeles, startete am Donnerstag und endete am Samstag in Frankfurt, das in der Zeitrechnung zwölf Stunden vor Hawai’i liegt. 

Bleibt zu hoffen, dass die gemachten Erfahrungen noch lange nachwirken werden und prägend waren für den weiteren Lebensweg.

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