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Aktuelles aus der Schule - dasKurpfalz

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„Der Klassiker“ las aus Luther

Erstellt von Schulleitung | |   News

1990 hatte er am Kurpfalz sein Abitur absolviert, nun kam er nach 27 Jahren zurück. Guido Dieckmann, von seinem damaligen Deutschlehrer Dr. Echter liebevoll „Der Klassiker“ genannt, las gestern Abend aus seinem Werk „Luther“.

Zu Beginn erzählte Dr. Reichel, der ebenfalls 1990 das Abitur bei uns absolvierte, über die gemeinsame Schulzeit und man erkannte, dass bereits in der 9. Klasse ein großes Talent in Guido Dieckmann schlummerte. Der Deutschlehrer Dr. Echter las seinerzeit die beste Klassenarbeit vor – und so war dies meist eine Arbeit „vom Klassiker Guido Dieckmann“. Dieser Name blieb bis heute an ihm hängen, wenn sich die 1990er Abiturienten bei Klassentreffen über ihn unterhalten.

Guido Dieckmann las drei Passagen aus seinem Werk „Luther“, welches er als Begleitbuch zum Film quasi als Auftragsarbeit geschrieben hatte. Er betonte, wie bedeutsam die Zeit der Reformation auch noch heute für heute sei – sonst hätte er sicher nie Bücher schreiben dürfen. Im Jahr des 500-jährigen Jubiläums sollte man nicht nur an die kirchliche, sondern auch an die weltliche Reformation und deren Folgen erinnern.
Es wurde deutlich, wie Papst Leo X unbedingt seine Macht durch den Neubau des Petersdoms ausleben wollte, wie der Ablasshandel in Deutschland die Massen faszinierte, wie sich Luther der Gefahr und der Veränderung durch seine 95 Thesen zunächst nicht bewusst war.

Im Anschluss beantwortete er viele Fragen zu seiner Arbeit, zur Recherche für seine Werke und zu seiner Arbeit allgemein. Aktuell veröffentlicht er einen historischen Weimar-Krimi „Das Geheimnis des Poeten“.

Er schilderte, wie wichtig Recherche sei, um keine „Fehler“ im Werk zu haben. Ursprünglich sei geplant gewesen, eine Person durch ein umstürzendes Bücherregal ums Leben zu bringen. Nach der Besichtigung der Herzogin Anna Amalia Bibliothek erkannte er jedoch, dass alle Regale so fest in den Wänden verankert seien, dass er sich eine andere „Mordart“ überlegen musste.

Insgesamt war es ein sehr schöner Abend und wir hoffen alle, dass es nicht wieder 27 Jahre braucht, bis Herr Dieckmann wieder einmal ans Kurpfalz kommt. Vielleicht schreibt er ja auch bald einen Kurpfalz-Krimi.  

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