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Religion

Religionen haben Einfluss auf menschliches Verhalten, Denken, Handeln und Fühlen. Sie prägen unsere Wertvorstellungen. Das gilt auch für Konfessionslose. Religiöses Wissen ist nicht nur notwendig, um die christlich geprägte Kultur besser zu verstehen, sondern in einer globalisierten Welt auch alle anderen Religionen. Doch der Religionsunterricht begnügt sich nicht nur damit Wissen über den Glauben zu vermitteln, sondern bemüht sich, auch die religiöse Dimension des Menschseins zu ergründen und erschließen, denn „der Mensch lebt nicht vom Brot allein“ (Mt 4,4).


Wie setzten wir diese Inhalte um?

Kaum eine Unterricht ist so vielfältig angelegt wie der Religionsunterricht. In den einzelnen Unterrichtsstunden sind schülerzentrierte Methoden an der Tagesordnung, Stationenarbeit und gestaltpädagogische Übungen sind nur ein kleiner Teil davon. Im Religionsunterricht kooperieren wir natürlich mit den einzelnen Konfessionen, anderen Fächern und auch außerschulischen Lernorten. Neben Gottesdiensten zu wichtigen Festen im Jahreskreis oder auch Abiturgottesdiensten finden am Kurpfalz auch Exkursionen statt wie z.B. der Besuch von KZ-Gedenkstätten, Synagogen, Moscheen, Planetarium, Gesundheitsamt etc. Wir bieten den älteren Schülerinnen und Schülern auch Besinnungstage an, die in einem Kloster stattfinden.

Inhalte:

Das Fach Religion möchte Schülerinnen und Schüler vertraut machen mit den Formen des gelebten christlichen Glaubens ihrer eigenen Konfession, darüber hinaus begegnen sie mit aller Offenheit der anderen Konfession und lernen andere Religionen kennen. Im täglichen und sozialen Miteinander üben sie, ihre eigene Meinung zu vertreten und andere Standpunkte zu tolerieren.
Die Jugendlichen nehmen die Welt als Schöpfung Gottes wahr, äußern und erweitern im Gespräch ihre Vorstellungen von der Welt und stellen Fragen nach der Wirklichkeit Gottes und dem Sinn des Lebens.
Sie begegnen Geschichten aus der Bibel als einer wichtigen Grundlage des christlichen Glaubens. Die Erfahrungen der Menschen in der Bibel mit Gott beziehen die Schülerinnen und Schüler auf ihr eigenes Leben. Auch Erfahrungen wie Angst, Scheitern, Schuld, Trauer und Tod werden thematisiert. Vor dem Hintergrund der Botschaft von Jesus Christus werden
Wege angeboten, mit solchen Lebenssituationen umzugehen.
Natürlich können die Jugendlichen im Religionsunterricht Glauben einüben und reflektieren, deshalb gehören Gottesdienste, Gebete, Feste im Jahreskreis und religiöses Brauchtum im Allgemeinen dazu.

Rechtliche Grundlagen

Der Religionsunterricht ist nach Art.7, 3 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland und nach Art. 18 der Verfassung des Landes Baden- Württembergs ordentliches Lehrfach. Er wird in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften erteilt. Er wird konfessionell getrennt erteilt, es können jedoch auch Schülerinnen und Schüler, die nicht getauft oder Mitglied einer Religionsgemeinschaft sind, am Religionsunterricht teilnehmen.

Da der Religionsunterricht ordentliches Lehrfach ist, werden die Jugendlichen, wie in den anderen Fächern, benotet. Wichtig jedoch ist: Benotet wird nicht der Glaube, sondern die im Unterricht erbrachten Leistungen. Daraus ergibt sich, dass das Fach Religion ebenfalls versetzungsrelevant ist. Unterrichtet wird das Fach von theologisch und religionspädagogisch ausgebildeten Lehrkräften, die im staatlichen oder kirchlichen Dienst stehen. Die Unterrichtsinhalte entsprechen den geltenden Lehrplänen, die von der jeweiligen Kirchenleitung genehmigt wurden.

Da der Fachgegenstand unmittelbar mit der eigenen Glaubensfreiheit zusammenhängt, ist es aus Glaubens- und Gewissensgründen möglich vom Religionsunterricht ersatzweise in den Ethikunterricht zu wechseln. Genaueres hierzu kann bei der Schulleitung erfragt werden.


Text: Fachleitung Religion