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"Wirtschaft ist nicht alles, aber ohne Wirtschaft ist alles nichts"

Ludwig Erhard, der Vater des sog. deutschen Wirtschaftswunders nach dem Zweiten Weltkrieg, wird auch heute noch gerne zitiert, um zum Ausdruck zu bringen, dass gerade in Zeiten sehr komplexer Entwicklungen ("Globalisierung") ein Minimum an ökonomischer Bildung essenziell ist, um vor allem als Heranwachsender ein bisschen besser den Herausforderungen der Realität gewachsen zu sein.

Allgemeine Hinweise zum Wahlkernfach Wirtschaft

Das Wahlkernfach Wirtschaft wird in den Jahrgangsstufen 1 und 2 als vierstündiger Kurs über zwei Schuljahre angeboten, den die Schüler wählen können, aber nicht müssen. Spezielle Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, Interesse und Engagement wünschenswert.

In den vier Halbjahren werden ökonomische Grundkenntnisse – vom "homo oeconomicus" bis zur idealtypischen Preisbildung in "vollkommenen Märkten" – vermittelt, wobei im ersten Schuljahr eindeutig die privaten Haushalte und die Unternehmen in ihrer Bedeutung für eine "nicht geschlossene Volkswirtschaft" untersucht werden.

Im zweiten Schuljahr wird es "politischer" und "internationaler".

Was versteht man unter Wirtschaftspolitik? Was kann der Staat veranlassen oder auch unterlassen, um die Wirtschaft zu unterstützen? Und vor allem: Was bedeutet Wirtschaft heute in einer globalisierten Welt?

Eben dieser Begriff Globalisierung steht mal direkt, mal weniger direkt im Fokus, wenn es darum geht, internationale Handelsbeziehungen zu analysieren und die wichtigsten Akteure kennen zu lernen.

Viele Schüler, die sich für "die Wirtschaft" als Wahlkernfach entscheiden, geben zwei Hauptgründe an. Sie wollen später "irgendwie" Wirtschaft (BWL, VWL) studieren und vor allem erklärt bekommen, warum die Welt so tickt, wie sie tickt (Anmerkung eines Schülers, der angesichts der galoppierenden Staatsverschuldungen sein Unverständnis über die Belastung der nachkommenden Generationen zum Ausdruck brachte).

Nun, auch wenn wir im Wahlkernfach keine philosophischen oder gar psychologischen Debatten führen werden, so werden wir am Ende der zwei Jahre nicht nur "ökonomisch gebildet" sein, evtl. sogar eine Abiturprüfung in Wirtschaft abgelegt haben, sondern auch eine Ahnung davon haben, dass es nie die einfachen Lösungen und Theorien sind, die die Komplexität menschlicher Entscheidungen gerade auch in ökonomischer Hinsicht erklären können.

 

OStR’in Sabine Rimmelin


Fachleiterin Gemeinschaftskunde und Wirtschaft